Der Weg zum Pflegegrad...

...zum Pflegegrad (ab 1/17)

Den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung können Sie formlos stellen.
Formlos bedeutet, dass sie ihn telefonisch, per Email oder auch schriftlich stellen können.
Grundsätzlich ist es aber immer sinnvoll im Umgang mit der Pflegekasse die Dinge schriftlich zu machen, um später Unterlagen zu haben wenn es zu Unstimmigkeiten kommt.

!!! Wichtig: Leistungen werden nicht rückwirkend erbracht, sondern frühestens vom Monat der Antragstellung.

Hier genügt die Antragstellung am Monatsende, um die gesamte Leistung für den Monat zu erhalten. Voraussetzung ist natürlich, dass die Pflegebedürftigkeit schon bestand.

Der Antrag ist an die zuständige Pflegekasse zu richten. Die zuständige Pflegekasse ist immer bei der Krankenversicherung organisiert, bei der der Pflegebedürftige krankenversichert ist. Das gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen (z.B. AOK, Barmer, Techniker Kasse, Betriebskrankenkassen), aber ebenso für die privat versicherten Patienten. Auch dort ist die Krankenkasse (hier die private Krankenkasse) der Ansprechpartner.


Antragsteller, also derjenige, der den Antrag stellen muss bzw. in dessen Namen der Antrag gestellt werden muss, ist ebenfalls immer der Pflegebedürftige, nicht der Pflegende. Die Leistungen werden von und für den Pflegebedürftigen beantragt.

In der Praxis empfiehlt sich ein kurzer schriftlicher Antrag.

ab 2017 Pflegegrade statt Pflegestufen

 Was sind die fünf neuen Pflegegrade?

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll sich nicht mehr nach dem minütlichen Pflegeaufwand orientieren. 

Aus Pflegstufe wird Pflegegrad:

  • Pflegestufe 0 = Pflegegrad 1
  • Pflegestufe 1 = Pflegegrad 2
  • Pflegestufe 1 + Eingeschränkte Alltagskommpetenz = Pflegegrad 3
  • Pflegestufe 2 = Pflegegrad 3
  • Pflegestufe 2 + Eingeschränkte Alltagskommpetenz = Pflegegrad 4
  • Pflegestufe 3 = Pflegegrad 4
  • Pflegestufe 3 + Eingeschränkte Alltagskommpetenz = Pflegegrad 5
  • Härtefall = Pflegegrad 5

Pflege für Anfänger

Pflege für Anfänger

 

Was Sie wissen müssen wenn Sie mit Pflege noch nicht konfrontiert waren:

Die Pflegeversicherung ist wie alle Versicherungen zunächst abstrakt und erklärungsbedürftig. Dabei spielt die Krankenversicherungen im Pflegefall ebenfalls eine Rolle.

Doch fangen wir vorne an. Sie stellen fest, dass Sie bzw. Ihr Angehöriger dauerhaft Hilfe braucht. Sie müssen einen Antrag stellen bei der Kranken-bzw. Pflegekasse des Hilfebedürftigen. Die sollten Sie schriftlich tun per Fax z.B. Wir helfen dabei gerne.

Sie erhalten ein Schreiben vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen, kurz MDK genannt, indem Ihnen ein Termin mitgeteilt wird und der Besuch eines Gutachters angekündigt wird. Spätestens jetzt, besser früher, setzen Sie sich mit dem Pflegedienst in Verbindung damit dieser die Anwesenheit einer Mitarbeiterin planen kann.

Nachdem Sie eine Pflegestufe bzw. einen Pflegegrad erhalten haben wird der Pflegedienst Sie ausführlich beraten und Ihnen ein detailiertes Angebot unterbreiten.

Man kann sagen: für alle Körperpflegen, hauswirtschaftlichen Arbeiten, Betreuungsaufgaben leistet die Pflegekasse einen Anteil (Teikaskoprinzip).

Lassen Sie sich durch Ihren Pflegedienst beraten denn die Leistungen der Pflegeversicherung und der Krankenversicherung sind mittlerweile sehr komplex und erklärungsbedürftig.

Alle medizinischen Leistungen, die sogenannten Behandlungspflegen, werden vom Arzt verordnet und durch Ihre Krankenkasse übernommen.

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